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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
166
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Modifikationen. Sie beredete den Adel, ihr beizutre-ten. Der Bürgersrand widersetzte sich, unter der Han»unterstützt von den Parlementern.

Noch ein andrer Artikel machte Schwierigkeiten;nämlich daß der Eid, die Ketzereien auszurotten, dender König bei seiner Krönung abzulegen hat, erneuertund beobachtet werden sollte. Die Reformieren beschwe,ren sich darüber, und verlangen, wenigstens solltendoch ihre Edicte beobachtet werden.

DieGeisilichkeit unterläßt nicht, diese beiden letztemArtikel in ihreVorstcllungcu aufzunchmcn; der Adel folgtihr; die Reformieren protestiren dagegen und beschwerensich bei ihrem ReiigiviiStheil. Gegen das Endedes MonatS erfolgt endlich eine königliche Erklärungzu ihrer Befriedigung, welche besagt: der König seiallerdings gemeint, bis zu ihrer, Sicherheit ergangenenEdicte und Decrcre aufrcchtzu erhalten. Damit warensie aber bei weitem noch nicht zufrieden«

Endlich versammelte der Reichstag sich im Bour-bonen - Saal mit gleicher Ordnung und denselben Feier-lichkeiten wie bei der Eröfnung. Der König, dieKönigin« Mutter, die Prinzen, Herzoge, PairS uudKronbeamte nebst andern Großen wohnten der Ver-sammlung bei. Der Bischof von Lu^on hielt eine Re-de im Nahmen der Geistlichkeit; der Marquis von Se-rie^ai für den Adel, und Miron, Prevot des Mar-chands von Paris für den Bürgerstand. Sie dank-ten darum allerseits für die Gnade, die der König unddie Königin« Mutter gehabt hätten, ihnen zu erlau-ben, daß sie sich versammeln dürften, um Ihnen ihreBeschwerden und Sorgen (stolönncss) vorzukragen,

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