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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
161
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Der Grund von diesem Verfahren ttegk in frühemUmstanden. Der Herr von Marstllac hatte sich näm-lich einige Jahre zuvor an den Herrn von Rochefortgewendet, und war von diesem bald darauf als ein ein-sichtsvoller brauchbarer Mann dem Prinzen empfohlenworden. Weil aber Rochefort in kurzem merkte, daßMarstllac sich bei dem Prinzen sehr in Gunst sehe, dersich seiner mit großem Zutrauen bediente; so besorgte er,er möchte mit der Zeit ihm selbst Eintrag thun, undbeschloß, ihn bei dem Prinz anzuschwärzcn, was ihmsuch so gut gelang, daß der Prinz ihm den Abschiedgab, und ihn aus seinem Hause und von seinen Ge-schäften entfernte.

Dadurch war nun schon der Grund zur Feindschaftund Erbitterung zwischen beiden gelegt; doch blieb Mat-sillac seinerseits gegen Rochefort noch im Respekt, wo-von er einen auffallenden Beweis ablegke. Als er näm-lich einige Monate nach seiner Entlassung dem Herrnvon Rochefort begegnete, legte dieser die Hand an denDegen, und wollte ihn zwingen, ein Gleiches zu thun.Er entschuldigte sich und suchte es auf alle Art abzuleh-nen, indem sein Degen gegen ihn, dessen Bros er ge-gessen habe, keine Spitze hätte; würklich begnügte ersich auch darauf, blos die Stöße Rocheforts zu pariren,ohne selbst gegen ihn auszufallen, bis man sie endlichauseinander brachte.

Von den Fähigkeiten MarMaes benachrichtigt,zog hierauf die Königinn ihn in Ihre Dienste, undbrauchte ihn bei verschiedenen Gelegenheiten. Er

hinterbrachte Ihr, was bei dem Prinz vorgfeng, wvk>über dieser sich sehr entrüstete, und ihm den ToVdrohte. Dieß währte über ein Jahr lang, bis end-lich ungefehr am letzten Januar die Königinn in Er-fahrung brachte, der Prinz und Rochefort hättenn. Denkwürdigk.xV. L. L fest