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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
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er in ihre Kirche «in, mishcmdelte verschieden« mitStockschlagen und Stößen, andre mit Reden und Dro-Hungen, ließ die Kirche niederreißen, ihre Glocke zer-Magen, und sonst noch andern Unfug mehr verüben._

Zu Millaud in Rouergee hingegen hatte in derAdventSzeit ein Jesuit gepredigt, und vielleicht auf der . . <Kanzel sich einiger Ausdrücke bedient, die einen ihrer EGeistlichen beleidigten. Diese beiden Herrn begegnensich hierauf am heiligen Weihnachts Abend auf der .Straße, fangen einen Wortwechsel an, ei'tuge vomPöbel bleiben stehen, hören zu, mischen sich drein, undbrechen in Drvhworke und Sckimpfreden aus gegen denJesuiten und den Prior des Orrs. Diese müssen nun ei-lig stch ihrer Sicherheit wegen davon machen. Dieandern folgen ihnen, in der Absicht, sich an ihnen zu Häi"vergreisen; die Obrigkeit eilt herbei, bemüht, den ,-snMTumult zu stillen. Sie nehmen den Jesuiten und den ,M»

Prior zu deren Sicherheit mit; vermochten aber die M«

Frechheit dieses Volks nicht aufzuhaltsn noch zu bän. ZMÜdigen, und sahen sich daher genölhigt, die Kirchthü- MMren verschließen zu lassen. Mm

In der Nacht war man darauf bedacht, in dieRumpelmette (zum Wei'nachtsabend) zu gehen, unddann den Jesuiten und Prior nebst andern Geistlichenfrüh aus der Stadt wegzubringen , und nach einem si-chern Ort zu schaffen. Während sie aber draußen wa-ren, erbrachen einige der Aufrührer die Kirchthüren,verübten große erschreckliche Frechheiten, schlugen undmißhandelten die Katholiken, die sie darin vorfanden,wie sie auch schon in der Nacht denen gethan Hütten, disnach der Kirche gingen, um ihre Andacht zu verrichten.

Auf diese Nachrichten nun schickte man soglcichdekKammer zu Castres den Befehl zu, zween Räche, ei-

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