Um eben diese Zeit hörte man, daß die Sachenin Jülich, Cleve und sonst noch in Teukschland immerverworrener würden; daß der Erzherzog von Oester-reich eine Armee unter dem Nahmen beS Kaisers unddem General Spinola ins Feld gestellt habe, um sichden MaaSregeln zu widerseßen^ welche der Herzog vonNeuburg und andre im Besitz von Jülich befindlicheFürsten zum Nachtheil der Prätendenten nähmen, undum sogar, wo möglich die Macht umzustoßen', wel-che die vereinigten Staaten sich in Besetzung deSSchlosses von Jülich und andrer Plätze anmaßten.
Würklich machte er auch bereits den Anfang mitAachen, wo er eindrang, die Protestanten daraus ver-jagte, sie überdieß noch zu großen Summen verurtheilte,und die Jesuiten ganz auf den alten Fuß wieder herstell,te. Von da gieng er auf einige andre Plätze los, dieer einnahm, und immer weirer vordrang. Der GrafMoritz rückte aber endlich, unterstützt von den dabei in-teressirten Fürsten ins Feld, setzte ihm einen Damm ent-gegen , und bemächtigte sich ebenfalls verschiedner Plätzezu dessen Nachkheil.
Diese Bewegungen vermochten den König zudemEntschluß, den StaatSrath Refuge an alle diese Fürstenabzuschicken, um im Nahnien Ihrer Majestäten an Bei-legungen dieser Streitigkeiten zu arbeiten. Ebensosprach man auch davon, den Marquis von Rambouil-let an den Herzog von Savoyen und den Statthaltervon Mailand abzuschicken, um wo möglich die Unru-hen zu unterdrücken, die auf der Seite von PiemontauSzubrechen drohten. Beide reisten jedoch erst unge-sehr einen Monat später ab.
Während des Aufenthalts zu PoitierS versuchteman auch die daselbst unter den Einwohnern obwalten.
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