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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
126
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Kardinal von Jvyeuse als Chef derselben vorgeschlagenwurde. Es sei) nun aber, daß er selbst an dem Er.folg der Sache zweifelte, oder daß er aus andern Grün-den sich nicht damit befassen wollte; kurz, er lehnte eSab, so daß man an seine Stelle den Herzog von Ven-kadvur dazu ernannte, dem man die Präsidenten deThou und Ieannin und die Staatsrärhe von Boiffiseund Bullion zu gab. Sie wurden auch zu SoissvnS-sehr gut von den Prinzen ausgenommen, hatten aberBefehl, blos zu hören, ohne sich auf eine Entscheidungeinzulassen, und die Unterhandlung blos anzuknüpfen,um wo möglich, Vortheil daraus zu ziehen.

Unterdessen lief die Nachricht ein, daß der Con-netable von Montmorenci auf seinem Gute la Eräu-ge bei PezenaS mir Tod abgegangen fty.

Diesen ganzen Monat hindurch erschienen die öf-fentlichen Angelegenheiten in mehrern Gegenden desReichs in einer sehr mißlichen Lage. Es gab sogar ei-nige ganze Provinzen, wie Soissonois, RheteloiS, Ni-vernois und Bretagne, die sich geradezu für die Prin-zen erklärten. Andre standen unter den Massen, umsich zu der Parthei zu schlagen, von welcher sie für sicham meisten Vortheil hoffen dürften, z.B. Poitou unterdem Marquis von Bvnnivet, der sich bald daraus fürden Prinzen erklärte. Einige, wo die Reformittenzahlreich waren, hakten dem Herzog von Rvhan ver-sprochen, die Waffen zu ergreifen, sobald er cs fürgut finden würde.

Bis jektt hatte der König noch keine Truppen ge-worben, und diejenigen, welche auf den Beinen waren,erhielten Ordre, miit dem Marechal de Camp, von

Presiin