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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
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Ludwig XM.

ihrer Landsmännin einen für diese gefährlichen Arg-wohn zu schöpfen. Aber die Unersättlichkeit und Evll-dreistigkeit dieses Weibes hätten es doch gewiß ihrenvielen Feinden cm früheren Gelegenheiten, sie zustürzen;, nicht fehlen lassen, wenn nicht ein Mannvon gleichen Begierden, aber von weit mehr Kaltblü-tigkeit, Gewandheit und Muth sein Schicksal mitdem ihrigen verknüpft gehabt hätte. Coneini, einwohlgebiideter, einschmeichelnder, unterhaltender,aber verarmter Edelmann ans Florenz, dessen Bildder Vvlkshaß gegen den Fremden, welchem allesBose auch der Einheimischen zur Last gelegt wurde,allzu verächtlich gezeichnet hat, hob sich durch Levno-rens Hand auf einen Standpunkt am Hofe, aufwelchem er sich immer geltender zu machen verstund.Heinrich lN selbst klagte: daß seine Gemahlin nie-mand als dies itaiianische Paar liebe. Sie schiensich selbst von ihm immer zu wenig geschazr. Undwenn dann sie mit ihre!? Günstlingen durchaus dieParthie seiner Feinde nahm, wenn ihn diese an sparnische Spionen, selbst bey Nachstellungen gegenseine Person, vem'ekhen, wenn er dagegen nurin ihrer Zmücksendung über die Alpen seine Ruhehoffte , so waren, ob er gleich jene Entfernung bloszu hoffen sich begnügte, in Marias Augen Conei-m und feine Frau ihre treuen Mitleidenden, denensie, sobald sie sich unbehindert sah, jene Standhaf-tigkeit durch nichts genug vergelten zu können mein-te.