unter d'Ancre und de Luynes. xxix
ln Frankreich ans Glücksritterschaft ausgieng, zurtraute! Rur eine Galigay n.vchke dies auesinnen,sie/ weiche selbst in ihren Lastern sich blos ais einegemeine Seele zeigt. Nichts als Gewinnsucht be-wog sie, die unbeschrankteste Ergebenheit gegenMarie zu heucheln / welche sie,im Grunde des Her-zens gegen sich — denn wo herrscht eine niedrigereUnverschämtheit, als, wie ein Alter sagt, wenn dieMagd zur Frau wird.'' — durchaus verachtete.Was sie im Angesicht ihrer Todesrichter laut wer-den ließ, „daß sie die Königin einzig durch die Ueber-„iegenheit bezaubert habe, welche der stärkere Geist„über den schwächeren ausübe" war gewiß längstihre Meinung, da sic sonst jedermann mit jenemvornehmen Bauernstolz zurückstieß, in welchem ta-lentlose Günstlinge des blinden Glücks alle unter sichsehen. Sie wissen selbst nicht, wie ihnen nach soleichter Mühe alles gerade in die Hände lief. Oh-ne Bewußtseyn verhältnißmäßiger Anstrengung wiedurch eine Vorliebe des Schicksals etwas auszeich-nendes bcsizen, dieß wird für gemeine Seelen zurKlippe des Uebermmhs. Die übrigen müssen ihnen,den Schooskindern des Zufalls, entweder wie ver-stoßene oder erbärmlich dumm scheinen, daß sienicht ebenso zuzugreifen verstanden hätten.
Maria war allzusehr von sich selbst einge,nvmmen, um über die Quelle der Anhänglichkeit
ihrer