xxvm Ludwig XIH.
in eine schimpfliche Unterordnung unter: die Launen ^der Gnnstlingschast.
Daß diese vornehmlich auf der Gleichheit desGeburtslandes beruhte, war der auffallendste Be-weis von Marias Schwäche. Ihr Gemahl hattedey der Vermählung zugegeben, daß sie die Toch-ter des Handwerkers, Dori, zu Florenz, eine gewis-se Leonore Galigay, einst die Gespielin ihrer Kin-derjahre, von ihrer italiänischen Begleitung alleinbey sich behielt. Der gute König, der einer Frauso wenig abzuschlagen vermochte; Er ahnete nicht,welchen Herzensverdruß in der Nachgiebigkeit wegendieser Zofe er sich selbst bereitet hatte. Die Hälf-te der Jahre, in welchen feine Anstrengungen fürVerbesserung des in allen Theilcn leidenden Reichsdie süße Belohnung häuslichen Glücks verdient hät-ten, wurden ihm durch die Launen vergällt, welchedie iraliänische Vertraute dem Herzen ihrer Gebie-terin einhauchte; einem Herzen, das nurgar zu hau,fig selbst nicht wußte, was es wollte und nie als amBusen einer Jtaliänerin sich traulich aussrhütten. zukönnen wähnte, selbst wenn sie ihr Den schwärzestenArgwohn, daß sie Früchte, die ihr Gemahl schick-te, nicht essen mochte, einraunks. Auch HeinrichIV. sollte sich zu den Zauberkünsten erniedrigt haben,welche das Zeitalter, abergläubisch, aber gewiß nichtohne Veranlassung, den Abschaum Italiens, der