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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
XXI
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unter d'Ancre und de Luynes. xx i

Mitwisser des Meuchelmords gewesen sey, entsun-ken war, da Marie von Medicis die Regentschaftwie eine Beute ereilte, da selbst das Oberhaupt desStaats seine höchste Stelle nur als Mittel, alleWillkühr zu befriedigen, nicht mehr als den Rustdie schwersten Pflichten zu erfüllen/ ansah/ so hiel-ten auch mit einemmal alle, die den Thron zunächstumgaben, für überflüßig, ihren Begierden Gewaltanzmhun. Kein Wort des großen Heinrichs wur-de so schnell wahr« als diesesr daß man, erst wennEr nicht mehr fey, einsehen werde, was er gegoltenhabe.

Um durch eine anerkannte Erbfolge die Rationvor neuen Bürgerkriegen und seine Verbesserungenvor schnellem Umsturz zu sichern, hatte er sich ,, ge-trennt von der Tochter der Catharina von Medicis,seiner feindftelrgsten Verfolgerin, eine zweyte Ge-mahlin gewählt. Warum aber doch wieder, möch-te man fragen, eine jener Medlcäerinuen? Mariebrachte nicht Catharinens Herrscherskünste, aber kei-nen minderen Grad von Herrschsucht auf den fran-zösischen Thron. Weinen konnte sie vor Zorn,wenn ihr Wille Widerstand fand; aber eben des-wegen war dieser Wille nicht geachtet, nicht einmalgefürchtet. Selbst da Epernons Ungestüm die Re-gentschaft für sie ertrvzt hatte, erhob sie sich nichtzur Höhe einer selbstständigen Gebieterin, welche,

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