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Ludwig Ml.
wie Heinrichs erste Schwiegermutter, durch schlaue lVertheilung von Gewalt und Nachgiebigkeit sich Ge- ^horsam zu verschaffen wußte. Ihr Blick vermochteMidr das Reich und den Umfang der ihr dadurch mög-lichen Macht zu umfassen. Nicht einmal den Hofund seine Patthien übersah sie mir jener Verschlagen-heit, durch weiche es ihrer itauänischen Vorgänge-rin fast immmer gelungen war, der EigennützigkeitDes Einen das ucgmmoe wster meinem andern ent-Scgeiizm.zen. Ihre Regentschaft war nichts besse-res als eili fortgesezter Hauszwist. Gereizt von ih-ren weiblichen Aumaffuugen und Launen und unter-geordnet den Emgevungen ihrer Günstlinge, denensre, weit es ihre Landsleute waren« sich verblendet ^hingab , hatte sie sich gewohnt« ihrem Gemahl auch !als König, so viel sie vermochte, entgegen zu seyn, ^weil er in seinen Neigungen als Gemahl allzu oft vonihren Wünschen abwich. Eben so blieb sie als Re- ^genttn ein Spiel ihres Eigenwillens und der Per- >sonen, an deren Cirkel sie sich gewöhnt hatte. Wem !dieser entgegen war« dessen Dienste mußte auch derStaat entbehren. Wer dort, wo selbst die Ver-gnügungen der Regenrin mit Ausschließung wie Fa- ^milienheimlichkeiten behandelt wurden, seinen Fußhatte, der galt auch in Geschäften als einer von ih- >rer Parchie. Denn selbst den Thron nuzte sie nicht, lum über den Parchien zu stehen. Er sollte ihr blos ^
Mit-