Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
XV
Einzelbild herunterladen
 

unter d^Anere und de Luynes. xv

dpt Augenblick der Bestattung fanden sie in dem al-Len Glanz der ertheilten Stellen einen der Ehrsuchtunwiderstehlichen Reiz» Sich bis dahin wieder zu er-heben hielt jeder Kühnere nicht für Unmöglichkeit.Waren vorher die Vasallen und die Krone im offenenWiderstreit, waren also sonst die Svenen zwischend'em Hofe des Königs und den Höfen der Erbva-sallen getheilt, so schien seit den Reunionen dieKrosne alles in allem. Der Hof schien Ein Ganzes.Aber mitten in diesem Ganzen selbst bestunden jetztzwey sehr verschiedenen Theile; die Familien, welcheerst, durch Hofgunst sich zu heben versuchten, und dieschon mächtigeren, deren der Hof bereits eben sosehr,als sie seiner, bedurfte. Jene, die Minister, Gunst,linge und der Kriegsadel, waren noch aus Bedürftniß die Getreuen des Könighauses, von welchem siserst die Kräfte zur Bildung dessen, was man Glanzeines Hauses nennt, gewinnen mußten. Die leztern,die Prinzen des Hauses nebst allen, denen Ansprü-che auf die höchsten Stellen angebohren waren,machten eben so laut Treue gegen den König zur Lo-sung. Aber mit diesem Feldgeschrey ergriffen sie selbstgegen ihn die Waffen, so oft sie es wagen durften.Denn diese waren alsdann 2- so gut nuzte auch diepolitische Casui'stik die Appellation von dem übelberichteten Oberhaupt an das besser zu berichten-de! gegen niemand, als die unerkannten Fein-de des Königs, das heißt, gegen die neu ans

stre-