unter d'Ancre und de Luynes. xm
Freykich waren die Dms des sechszehnden undsiebzehnten Jahrhunderts bey weitem nicht mehr je-ne Herzoge- welche, nicht zufrieden, Selbstregent-schaft an die Stelle der Statthalterschaft zu setzen,die Karolingischen Könige seit Ludwig den Schwach-frommen , blos zur Verwilligung ihrer Federungengebrauchten. Aber auch jene Großen späterer Zeiterinnerte doch Name und Rang an die Unabhängig-keit ihrer Ahnenväter. Und war gleich diese gegendie Uebermacht der Krone völlig verschwunden, sogab ihnen doch als Statthaltern des Königs dieKrone selbst so viele Kräfte und Vorrechte, daß irrihnen nur durch eine höchst ungewöhnliche Genüg-samkeit die Lüsternheit, noch geltender sich zu ma-chen und mit der reichen Gederin noch vollständigerzu theilen, hätte gedämmt werden können.
Dieses Wunder von Leidenschaftlosigkeit erfolg»te natürlich nicht. Mitten unter seinen Großen warder König Herr des Reichs, nur in sofern er diegrdste Anzahl seiner Statthalter auf seiner Seite zuerhalten wußte. Nicht die vorzügliche Tauglichkeitfür das wichtige Amt, sondern die Anhänglichkeitan den König, oder richtiger , an die in des KMMNamen herrschende Hvfparthje gab daher denAufzu diesen höchsten Würden. Und wie schnell wurdensie oft, sobald dey Begünstigte im Besize fest war,der Probierstein, welcher von einer lang geglaubten
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