Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
XII
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XU Ludwig Xlll.

ne abgekommene Landstück Frankreichs mit dem gro-ßen Ganzen aufs neue confolidiert war» Denkenwir aber auch nicht an das unübersehbare Gewebevon Unglück zurück, welches erst durch den Druckjener Vietherrfchaft und dann durch das lange, baldarglistige, bald gewaltsame Ringen der beyderleyKräfte in sieben Jahrhunderten Calais kam1558 an das Reichsganze zurück über die mäch-tigen Kämpfer selbst und noch mehr über die ganzeMasse ihrer Werkzeuge und Schlachtopfer verbrei-tet bat; werfen wir absichtlich auf alles, was bisauf Franz I. und seine Nachfolger herab für dieBildung der Nation unter den ahllosen Fehden undCabalen nicht geschehen war, keinen einzigenBlick ; so ist immer noch die Hinsicht über alle dieunvertilgbaren Folgen jener Zerrüttungen des Reichsbis auf Heinrich den lV. ja bis auf Ludwig XIV.trüb und tragisch gnurg. Denn auch das spätereendlose Und zweckwidrige Treiben und Drangen,Parchey - Machen und Zernichten, Befehden undFtieSenstiften, Anfeinden und Versöhnen aller,welche Geburt oder Skaatswürden unter die Gröstendes Reichs erhoben, wäre zum grossen Vortheil desStaats als etwas undenkbares im Schoose desNichts geblieben, wenn nicht die allzulange Erfah-rungen aus den Zeiten/der großen Michslehen sol-che blutige Spiele der Eigennützigkeit und Zwie-tracht als möglich gezeigt hätten.

Frey,