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VI
- Ludwig xm.
Noch waren die Verhältnisse nicht ko einge-engt, daß nur , wer bereits viel hatte, viel zu be-würkrn hoffen durfte. Auch des Einzelnen Kopfund ,zaust verniochte dem Unangesehenen bis zuden höchsten Drusen den Weg des Glücks und dexEbre zu rahnen. Weiche Kruste weckt nicht derSchimmec dieser AusMlen! Wer nur konnte, streb-te nach ErweroungMr Erweiterung der Macht zumHerr sch e r, Wie hätte man, davey an das R e-gieren denken sollen ? Dieses sreylich haste che ar-men heute — so nannte man ernst alle, dre am herr-schen keinen Antheil hatten — zu einern glücklichenVolk von Menschen und Bürgern machen sollen undkönnen. Aber noch lange schien die Menge kei-nen Werth zu haben, außer in softrn sie mttiBlUtund Gut das Mittel ward« einem andern Herrschereine Anzahl gleich unglücklicher Wesen zu entreißen, und dadurch deu Glanz des Siegers zu vergrößern,
-sch.m M-
Und welch einen höchstvorübergchenden Glan;!Jener gewöhnlich durch persönliche Eigentümlichkei-ten des Vaters mit allen Mitteln der List ,und, Ge-walt kaum augefachte Schimmer^ verlosch er,nichtmeistens bereits unter- den Schwachen des Sohnesoder Enkels? Selten ließ er mehr zurück, als daszweydeutige Glück, daß jede Magnatenfamilie sichbeym lästigen Gesühhihres Verfalls mit Erzählun-gen von einer Epoche ihres Flors unterhalten konn-te.