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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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Meisterwerke zu vollenden, welche den Wundern derWelt an die Seite gesetzt zu werden verdienen; der festentschlossen war, die Künste und Wissenschaften auf derUniversität zu Paris und die Religion in der ganzenWelt wieder in Flor zu bringen. Dieser große Hein»rich, dem der Hemmet, so wir seine Tugenden undVerdienste, die Oberherrschaft der Welt hoffen ließen,stirbt in eben dem Augenblick, wo diese Hoffnung er-füllt werden sollte, ^lle Prinzen, Eardiiiäle, Präla-ten, und Hvfleute eilen in der Absicht herzu, ihn in sei-nem Cabinet auf dem Bett liegen zu sehn. Dieser küßtihm die Stirn, jener die Hand; mehrere werfen sichihm zu Füßen; alle zerfließen in Thränen. Auch der Co»,netable erschien in eigener Person, und vermehrte dasTraurige dieses Anblicks durch sein Jammern und Kla-gen ; denn der Mann that ganz erbärmlich, daß Gottihn so lang auf der Welt lasse, und hingegen einenFürsten hinwcggenvmmen habe, an dessen Erhaltung derganzen Christenheit soviel gelegen gewesen scy. DerSchmerz griff ihn dergestalt an, daß ihm die Sprachevergieng, und daß er fast nicht mehr auf den Füßenstehn konnte. Jedermann hätte sich das Herz aus demLeibe, die Augen aus dem Kopf weinen mögen, daß je«»e Augen sich auf ewig geschloffen hatten, welche dieFreude und Wonne des ganzen Hofs waren, um derenBlicke man sich sv eifrig, so ängstlich bewarb, daß man«cherdenTag für verloren schätzte, an welch, m ihm nichtwenigstens einer derselben zu Theil wurde. Kein Ma-ler würde die Trauer eines Vaters bey dem Tode seinereinzigen Tochter aus eine rührendere Art darzustellen ver-mögen. Kein Redner würde den Schmerz schildern kön-nen , welchen die Königin über den Verlust ihres Ge-Ni'hls, des Königs, empfand. Wenn dieser nicht ge-rechte Thränen veranlaßt hatte, sv wüßte es fürwahr inder ganzen Natur gar keine solche Veranlassung geben;

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