-4Z
bloßem Degen ins Mittel gelegt, ihre Hiebe und Stoffeausparict und zu ihnen gesagt: der Könige befinde sichwohl, und habe ausdrücklich befohlen, daß ihm keinLeid geschehen solle. Der Oberpcäsident, welcher vondiesem Lorsall benachrichtigt worden sey, habe sich beyihm erkundigen lassen, waS dies für Leute gewesen wä-ren? Daraus habe er crwiedert, sie hätten sich wiederim Gedränge verloren, und man müsse bey Leibe nichtsaus gcrathewohl unternehmen.
Dieser schreckliche, meuchelmörderische Streichward mit einer solchen Behendigkeit ausgeführt, daßfast niemand etwas davon gewahr wurde. Die Brstür-zung war so groß, daß man wohl schwerlich den un-menschlichen Thätcr entdeckt haben würde, wenn er seinMesser auf die Erde geworfen hätte; weder an seinerFurcht, denn diese war allgemein, noch an seinerblassenGesichtsfarbe, denn er betheuerke, daß er so gleichgültigauf de» König losgebohrt habe, als ob er einen mitHeu aue-gestopften Stiefel vor sich gehabt hätte. Sohalte ihm der Teufel aller Scheu, alles Respekts, al«leS Nachdenkens beraubt.
Als der Wagen mit dem Könige im Louvre an-kam, schrien die Leute am Eingang des LorhofS:Wein! Wundärzte herbey! Man hatte aber we-derdeneinen noch die andern nöthig. Die Nachricht vonseiner Ermordung hatte sich bereits im Pallast verbrei-tet, aber man glaubte noch nicht, daß er wirklich tobtsey, biö endlich der Wagen anlangte, der entseclce Leich-nam herausgenommen, und in dem kleinen Cabinetaufs Bett gelegt wurde. Diese Verrichtung besorgtenderDücve Montbazon, derDücde Vitri,der Marquis de Nermou stier, der Marquisde Sülly, einer von den Stallmeistern, und noch
Q 2 kini-