gen, Verdacht aeqen Menschen zu hegen, welche ihrVertrauen auf ihn setzten. Großmükhig wie Casar,erbobener an Sanstmuth und Milde wie dieser,stürzte er ;.ch dadurch gleich ihrn ins Verderben, daßec sich mehr auf seine harmlose unbegrenzte Herzensguteverließ, als die ungeheure Wuth und Ruchlosigkeit an-derer in Betrachtung zog. Seine Lebensart, die Zeit-umstände , die Lage seiner Angelegenheiten, die gewis-senhafte Befolgung der Friedenstractaten und Edikte,dicS alles machte ihn so sicher, daß er nicht die entfern-teste Ahndung von den boshaften Anschlägen hatte, wel-che man gegen ihn im Schilde führte. Die Gähnm-gen in den Köpfen waren gestillt, die bittersten Ge-müchcr beruhigt, die Beschwerden gehoben, die Unzu-friedenheit beseitigt, und die Feinde hatten ihre Denk-art dergestalt geändert, daß sie jedes Unternehmen ge-gen die Lebcnstage eines Fürste» verabscheuten, an des-sen Erhaltung der ganzen Christenheit zu ihrem Heil undzu ihrer Wohlfahrt gelegen war. Ein verwegener Kerl,aus Negre pe l i ssc gebürtig, gieng in der 'Absicht nachSpanien, sich zu Vollbringung jener verruchten Thatanzubietcn. Ec entdeckte sein Vorhaben einem Stall-meister des Königs, welcher nach seinem GeburtsorteValdcmoro genannt wurde. Der französische Ge-sandte, Herr de B arault, brkam Wmd von derSache, und beklagte sich gegen den pabsilichen Nuntiusükrr die Bosheit derer, die solchen Ungeheuern GehörMn. Der Herzog von Lerma versicherte ihnhierauf, es hätten zwar bereits ihrer viele von diesemSchlage bey dem Könige Audienz begehrt, sie wärenüber immer unverrichteter Sache wieder fortgcschicktworden. Dergleichen abscheuliche, gottlose, und einesköniglichen Herzens ganz unwürdige Gedanken, wärenseinem Herrn noch nie in den Sinn gekommen. Er er-staune, daß eine Nation, deren Treue und AnhangUch-
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