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möglich sey jemanden sein Zutrauen zu entziehen, devsich dessen durch seine treuen Dienste einmal würdig ge.macht habe. ließ er jenen Edelmann zu sich rufen, mach,tc ihm die A»k>age bekannt, setzte «berauch zugleich hin-zu, er könne sich darauf verlassen, daß sie ganz und garkeinen widrigen Eindruck auf ihn gemacht habe. Dansrieth er ihm, mit einem seiner vornehmsten Diener dar-über zu sprechen, und dieser war vor Erstaunen ganzaußer sich, daß der König so fceymüchig und gnädig indieser Sache zu Werke gieng. Sie war von solcher Wich-ligkcit, daß sich der Mensch hierin mcht lcichr zweymalirrt, daß sonst dis Strenge in Rücksicht derselben.sehrrühmlich, das Mißtrauen gerecht, die Verschwiegenheitsehr nöthig zu seyn pflegt, und der bloße Verdacht dieStelle der Anklage vertritt. Nachdem er ihm den gan-zen Vorgang mit allen Umständen erzählt hakte, ge-stand er, daß er sich keines Beispiels zu erinnern wisse,welches sich mit der Großmuch des Königs vergleiche»lasse, ausgenommen jene schöne Thar Alexandersdes Großen, derftincm scibarzte Phi lippus mitder einen Hand den Trank abnahm, welchen er für ihnzubrreitet hatte, und ihm mit der andern den Brief über-reichte, worin man ihn beschuldigte, er sey vom Da»rius mit unermeßlichen Geschenken bestochen worden,seinen Herrn zu vergiften.
Um diese nemliche Zeit gieng dem Könige von Meh-rern Seiten die Nachricht zu, es seyen boshafte ArBschlage gegen seine Person im Werke, und er konnteleicht erachten, daß der ungeheure Zusammenfluß vonMenschen die Ausführung eines solchen Vorhabens er-leichtern würde. Wie sollte er aber dergleichen Anschlä-ge in Friedenszeiten fürchten, da er den Tod so oft inKriegszciten vor Augen gehabt und ihn immer verachtethatte? Im Monat Octobcr war ihm bereits gemeldetworden, daß ein gewisser Mensch aus einem gewissen
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