Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224 -

einen Theil von Navarra geherrscht, und an derSpitze einer Parkhey gestanden , um derentwillen er seinLeben aufs Spiel setzen müssen, so kann die Wunde,welche er bey Umala davon trug, zum Beweis dienen,daß er seine Haut eben so wenig schonte, als er wirk-lich König von Frankreich war. Die letzte seinerKriegslhatcn giebt unS einen Maasstab, wornachsich alle vorhergehenden bsurkheilcn lassen. Als erMit seinem Heer in der Provinz Tarantaise stand,machte er Miene eine Brücke zu aktaquiren, um beydieser Gelegenheit die Stellung des Feindes auszuspahnund ihn zum Treffen zu nöchigen. Auf seinen Befehlmußte der G «ras von Soissons diesen Angriff un-ternehmen, da er aber sah, daß seine Soldaten zu hitzigwurden, daß ste wahrend des Gefechts weiter vordran-gen als es ihm räkhlich schien, und daß ihnen derSpaß zu lang dauern möchte; da faßte er den Vor-satz , sich in in elgener Person auf den Kampfplatz z«begeben. Seine treusten Diener riechen ihm ab, undstellten ihm vor, daß er sich in die augenscheinlichste Ge-fahr stürze, und nicht nur sein eigenes, sondern auchdas Leben aller derer aufs Spiel setze, deren Erhaltungvon der ftinigem abhange; daß die erste Pflicht einesHeerführers darin bestehe, für das Wohl dessen zu sor-gen , auf welchem das Wohl aller übrigen beruhe. Inder Thal macht sich rin Fürst, welcher nicht für seineigenes Bestes besorgt ist, eines Vergehens gegen dasallgemeine Beste schuldig. Bey den Griechen warenHie muthigsten und tapfersten Männer immer am bestenbewaffnet, denn sie nahmen für bekannt an, daß die, wel-che sich schlecht bewaffneten , keine Lust hacken zu fech-ten. Nach ihren Gesetzen wurde zwar der Verlust deSSchilds , aber nicht der Verlust deS Schwerts bestraft»Wahrscheinlich lag der Grund hievon darin, daß manerst auf seine eigene Verkheidigung bedacht seyn müsse,

DF'

.iM

M'

M'

i»Km

ÄÄ.'l

iaiz!

-i kcm''»ÄÄ

»M

«r«»,

'«Hc

^»1