kein Sterblicher je wieder sehen wird! Umter allen Heycrlichkeiten, welche von Enken des Han-fes Frankreich veranstaltet werden, sind diejenigendie schönsten und prächtigsten , welche man Key den Krö-nungen und Einzügen der Königinnen beobachtet. DerSchmuck und die Zlnrakhen, die langen Gewänder,und daS schöne Geschlecht, erhöh n die P> acht des Auf-zugs, thellen demselben eine ganz besondere Anmuch undSchönheit mit, und stellen nicht > ur Ve» Augen, son-dern auch d»m Kopfe u-d Herzen, e nen hehren bewun-dernswürdigen Anblick dar. Man würde den Königinin einer Sanfte erblickt haben, welche aus eben dieArt wie ein Triumphwagen eingerichtet, und sowohl voninnen als außen mir Goldstoff überzogen war, die manmit Silber besetzt hatte. Der Sitz, die Stangen, derFußboden und Baldachin, waren mit dem nemlichenStoff überzogen. Hinter der Königin hätte man denDauphin zu Pferd wahrgenvmmen, Madame und dieKönigin Margaretha in ihren Sänften, und so-dann zehn Prinzeffinnen oder Herzoginnen, in ihremStaatscostüm, mit der Krone auf dem Haupte, undauf weißen Zeltern sitzend, deren Sättel und Deckenaus Goldstoff bestanden. Den Schweif ihrer Mantelhätten ihre Stallmeister getragen. Dann wäre dieOberkammerfrau gekommen, ingleichen die Qbcrhof-meisterin, und hinter dieser die vornehmsten Hofdamen,samt und sonders in Gold- in Silber-Stoff gekleidet,und mit herabhangendcr Schlevpe aus weißen Zelternsitzend. Dann würden zwölf in Silberstoff gekleideteHvffräulein der Königin erschienen ßpn, welche aufdreyMit Gold- und Silber-Zeug bedeckten Wogen saßen»Hierauf folgten die Ordensritter; die Hofcavaliere; derOberkammerherr; der Oberstallmeister; vier Unterst«!!»Meister; vier Kamm junker; der M'iuelt'äqer; zehnPagen; vierzehn Fußknechtc; fünf Parabepferde; daS
Pferd