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Dom Pietro Ursino vernommen, der Herzog vonSavoyen habe gegen ihn geäußert, er werde zwarkeineswegs daS Marguisat Saluzzv abercte», umdadurch den Frieden zu befördern; doch wolle er aufandere Mittel denken, um sich mit Frankreich zuvergleichen; übrigens wisse er mehr als zu gut, daß dirLegat für die Abtretung des besagten Marquisateö ge.stimmt habe. Dies war aber weiter nichts als eine blicheEinbildung, die sich der Herzog in den Kopsgesetzt hatte;denn bis dahin, und wahrend des ganzen Kriegs, har-te der Legat noch kein Wort davon erwähnt, wieerdennüberhaupt gar nicht sagte, der Herzog müsse das Mar-guisac herausgebcn, sondern nur du Franzosen verlang-ten dasselbe zurück ; und selbst damals als er dies sagte,konnte es der Herzog nicht einmal wissen. Dcmungeach.ltt fuhr diese Sage dem Legaten sehr vor den Kopf; dochunterließ er deswegen nicht, alles Mögliche anzuwcn-den, um den Herzog ebenfalls zu einem v ergleich >.nbewegen. Mittlerweile ward Herr von Bellievrckrank, und da der Eilbote bis zum zwanzigsten auöblieb,so wurde bis dahin gar keine Versammlung gehalten.Der Legat beschäftigte sich inzwischen damit, den Spa.uiern ihren Verdacht und Argwohn zu benehmen. Ecbediente sich hierzu des Franziskaner Generals, der, obcs ihm gleich vorkam, als wenn die Franzosen nicht rechtWik der Sprache heraus wollten, (welches ihm verdäch-tig war) doch diese Bemühung aus Zureden des Legatenübernahm. Wäre der Legat bcy diesem Geschäft hitzi-ger zu Werke gegangen, hätte er die Geduld verloren;so würde sich dasselbe nachaller Wahrscheinlichkeit gänz-lich zerschlagen haben. Denn, entweder hätte er denSchein der Parteilichkeit gegen sich erregt, öderer hat-te sich gefallen lassen müssen, daß die dabey interessierenParteien alles durch ihr wechselseitiges Mißtrauen un-ter sich selbst verdarben, weil sie immer in dem Wahn
standen,