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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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Feste Sanct Johannis des Evangelisten, Abends zwi-schen fünf und sechs Uhr, als der König im Gardisten-ftal seines Schlosses, welches das Louvre genannt wird,auf und ab spazierte, näherte sich ihm Herr von ...der ihm seine Ehrfurcht bezeugen wollte, sich zu demEnde auf das Knie nicderließ, und, in der Absicht ei-nen seiner Stiefel zu umfaßen, eine tiefe Verbeugungmachte. Da sich nun der König ebenfalls verbeugte,ihn umarmen und von der Erde aufheben wollte,geschah eS, daß der unselige Christel (welcher sich un-vermerkt :n das Schloß geschlichen hatte, und sogar inden vorerwähnten Gardisicnsaal gekommen war) seineZeit ersah, sich unter die Prinzen und Herrn mischte,weiche sich um den König her drängten, und ihm mit ei-nem Meß'cr einen Stich ins Gesicht versetzte, der SeineMajestät an der Lippe verwundete und einen Zahn zer-brach ; woraus er das Messer fallen ließ und die Fluchtrrgrif. Sobald der König den Stich spürte, sagte erzu dem Herrn, welcher ihm seine Ehrfurcht bezeugt hat-te: Ha! Veceer, du hast mich verwundet!Als der besagte Herr diese Worte vernahm, warf ersich dem König zu Füßen, und sprach: Das wolleGott nicht, Sire, daß ich Euer Majestätnur an rühren, geschweige verwunden soll-te! Ich habe weiter keineWaffen bcymir,als diesen Deg'en, den ich da an der Seitetrage. Dieser Vorfall ward sogleich überall ruchtbar,und erregte nicht nur im Louvre, sondern in der ganzenStadt Paris einen erschrecklichen Lerm. In der Geschwin-digkeit wurden olle Thore und Ausgänge des Louvre ver-schlossen und mit doppelten Wachten besetzt; mittlerwei-le fand man das Messer, womit der König verwundetworden war, und da der Bösewicht, welcher die Thatbegangen hatte, weder aus noch ein wußte, ward erebenfalls erwischt. Als man ihn in Verhaft genom-men