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Wir waren nur erst vor ein paar Stunden auf UnsrerRückreise aus der Picardie in dieser St dl angekom-men, hatten Uns noch nicht einmal umg kleidet, undwollten eben iin Beyseyn Unsrer Vettern, deS Prinzenvon Conky, Grafen Soissons und Grafen von SaintPaul, wie auch einiger dreyßig bis vierzig der vor.nehmsten Herrn und Cavaliere Unscis Hofs, die Herrnvon Ragny und von Mvntigny empfangen, welche UrSnoch nicht bewillkommt hatten. Da kam ein jungerBursche, Namens Peter*) Chastel, kleiner Statur,ungefähr achtzehn bis neunzehn Jahre alt, eines inhiesiger Stadt wohnenden Tuchbändlrrs Sohn, wel-cher sich mit der übrigen Gesellschaft ins Zimmer ge.schlichen hatte, so Zusagen ganz unbemerkt auf Unslos, und wollte Uns, mit einem Messer in der Hand,einen Stich in den Leib versetzen; statt Vesten aber (dawir. eben im Begriff waren, den vorerwähnten Herrnvon Mvntigny und von Ragny, welche Uns ihr Com-pliment machen, wiederaufzuhelfen, und UnS folglichgebückt hatten) traf der Stoß ins Gesicht, und zwarrechter Hand auf die Oberlippe, wo er Uns einen Zahnbeschädigte, welcher abbrach. Der Böftwicht wurdesogleich verhaftet, wollte zwar die That anfangs laug-ncn, gestand sie aber gleich nachher von freyen Stücken.Bis jetzt hat man noch nichts weiter von ihm herauS-bcüigcn können, als daß er drei) Jahre lang im Collc-güiM der Jesuiten erzogen wurde; man vermulhct
aber,
Angst und Schrecken gerochen waren. ES ist zu vcrimuthm, daß es in allen Hanprstadren von Frankreich cirrciilirke. Sem Inhalt zeugt von ocm unbefangenensurchtsreyen Charakter dieies Königs, der sich durchnichts aus der Fassung bringen ließ; zugleich aber auchvon seiner Religiosität.
*) Sein Name war eigentlich Johann, wie aus de»Acten erhellet; der Baker aber hieß Peter.