XVIII
lichen Vielerlei) das, was werdensolk, zur bestimm-ten Wirklichkeit ruft.
Dannoch halten wir Heinrichs Projekt, daer im Frühjahr 1610. schon zum Lüften des Vor-hangs das lezte Zeichen geben wollte, im Wesent-lichen bey weitem nicht für so unvollkommen undschwankend, als man uns nach diesen, doch wohlaus dem eigentlichen Gang des menschlichen Thunsund Treibens aufgefaßten Beobachtungen vielleichtZutrauen mochte. Das Wesentliche davon liegt nurnicht in der vorherbestimmten Staateneintheilung,nicht in dem, so Gott will! höchstweisen, aber oh.ne Verewigung des Kriegs gewiß ewig executions-losen Areopagus des europäischen Staatenvereins,kurz nicht in diesem oderjenem Scheinbild der Phan-tasie, an dessen Ausschmückung Heinrich ein unddas anderemal das thunlichste versucht haben mochte.Zähmung der Ucbermacht Spaniens, dies war daswesentliche, worauf Heinrichs Blick offenbar inseinem ganzen Leben gerichtet blieb. An ihn selbst,wußte er wohl, wagte sich nur noch die im Dunkelschleichende Jntrigue. Der Macht hatte er sichzu furchtbar gezeigt, lind im Nvthfall sich nochfurchtbarer beweisen zu können, war eine Hauptsor-ge seiner friedlicheren Tage. Dieses war bekannt.Aber auf den Fall seines Todes war — nach derlangen Gewohnheit, unter öffentlichen Unruhen al-len