da er schreibt, wie vor zehn und zwanzig Jahrenin steiflustigen, sich neckenden oder anstaunenden,verdrängenden oder vergötternden Gruppen vorsich. Allzumal luftig vorübergehende Erscheinungen,an wenige Wesen von Gehaltzu leidlicher Fortdauerdes Ganzen angeknüpft. Für Brantome waren siedas, was sie jeden Tag ihres Glanzes — bey denmeisten nicht viel mehr als der Glan; einer Epheme-re! — in den drehenden Sphären der Hofweltge-wesen waren. Er entspinnt, wie wenn er noch dastünde und die Langeweile des Vorzimmers mit sei-nen Erzählungen zu Boden zu sprechen hätte, von ir-gend einer der glänzenderen Personen stinen Diseurs,wohl sicher, daß eine Anekdote die andere herbey-führen werde, wie in den glücklichem Hoftagen,welche der Alternde nicht vergessen kann, immerei-neandere Tagsgeschichte demLaufderStunden fvrt-gehoifen hatte. Eben dadurch aber erhalt fast jedesonst in Heinrichs Zeitalter bekannt gewordene Sei-tenperson durch einige charakteristische PinselstricheLicht oder Schatten. Seine Hauptpersonen erschei-nen nicht wie Wesen, die sich selbst überlebt haben,im Leichenprnnk der Geschichte, sondern unter demWeyhrauch und Ambraduft der lebenden Mitwelt.Brantome aber bleibt Schwätzer »her boshaft ge-nug, haß dem, der ihu zu lesen versteht, auchdas ganze sittliche Negligee seiner Personen, wah-rend er sie stanhesmäßig berauchen, zur Voller^
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Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
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VI
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