Lic Zeit seines Bruchs, der freilich eine greuelvolle Thatwar/deren Andenken man vertilgen zu können wünschte!
Wer nun diese Friedensschlüsse geradezu betrachtet,der wird wohl nicht in Abrede seyn können, daß dießHeilmittel allen nützlich und nöthig war; wer aber aufihr Ende und ihre Zwecke sieht, wird nicht unchiu kön-nen , sie Friedensschlüsse e n M a 6 que zu nennen.Dadurch sind denn freilich manche so scheu und wildgeworden, daß sie überall unter dem schönen Glanze die-ses GolkeS verborgenes Gift argwöhnen.
Es sind in Frankreich schon sechs allgemeine Frie-densschlüsse gemacht werden, wie in den einheimischenKriegen der Häuser Burgund und Orleans, und allewurden jedesmal wieder gebrochen. Allein der siebente,der zu Arraö zu Stand kam, war von Dauer und halfFrankreich wieder auf. Man könnte hieraus schließen,daß auch izt erst unser siebenter Friede gut seyn werde,wiewohl zu wünschen ist, daß man nicht so weit kom-men möchte; denn es ist doch wohl ein ungereimterWunsch, krank zu werden, um hernach wieder genesenzu können. Gott schalte nach seinem heiligen Willen.
Jeder sollte sich allerdings, wenn er sein Vater,land in Kricgsflammen erblickt, Gottes Zorn und Un-gnade vorstell'en, und zwar mehr in Bezug auf sich, alsgegen seine Feinde. Denn itzt sagen die Einen: „ Die„Hugenotcn sind cs, die durch ihre Ketzereien GotteS„ Rachgericht gegen,sie reizen!" Die Andern hingegenerwicdecnr „Nein, die Katholiken sind cs, die durch„ihre Abgöttereien cs herauSsordern!"
So laßt also kein Thcrl sich einfallcn, die Schuldin sich selbst zu suchen, und doch sollte es jeder zu seinerersten Pflicht machen, in diesem allgemeinen Jammerseine eignen Unvollkommenheiten anzuklagcn, um sie erstzu verbessern, che er aus die Fehler andrer steht. Und
Gg ; sehe».