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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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nicht so mit Flandern. Wohl, antwortet man ihm, washat er aber auch dabei gewonnen? Es könnte also wobtnoch kommen, daß er erdlrch, um dem fatalen Trauer-spiel ein Ende zu machen, doch noch dem Beispiel seinerNachbarn folgte.

So nökhig indessen für die Hugcnoken der Friedewar, so hatten sie doch jedesmal da6 Unglück, daß ernicht lange dauerte, ja nicht einmal so vollzogen wurde,wie er abgeschlossen worden war. So war z. B. dererste, der vor Orleans zu Stand kam, und fünsthalbJahre dauerte, bei weitem nicht so vorteilhaft für sie,als das Jänner-Edict. Es folgt indessen gar nichthieraus, daß er damals nicht anzuneßmen gewesen wä-re : denn ihre Angelegenheiten waren eben nicht in derLage, daß sie ihn hätten ausschlagen können, und dieZeit lehrte nachher, welche Früchte er brachte. Ein-tracht, gute Sitten, Gehorsam gegen die Gesetze warenbereits so gut im Gang durch ganz Frankreich, daß eSsich ganz wieder erholte; allein die Zwietracht streute ih-ren Sa amen aus, und zerstörte alles wieder»

Der zweite Friede war einer und auch keiner; denner war es blos dem Namen nach, in der That aber einversteckter Krieg. Man kann ihn den Lohn für die lln-vorstchtigkeit der Hugenoten nennen, weil sie ihn, trotzden stärksten Warnungen, dennoch annahmen.

Der dritte wurde sehr sehnlich gewünscht, wegender eingcrisscncn Zerrüttungen, der nahen Noch, undweil jeder satt und müde war, zu arbeiten und zu dul»den; denn bei dem ungeduldigen Franzosen muß auch derKrieg sich nach seiner Laune richten. Da nun die an-geborenen Bedingungen so gut und noch besser waren,als die vorhergehenden, so mußten, meines ErachtenS,die Hugenoten ihn annehmcn, da doch keine bessern zuhoffen waren. Würklrch können auch dießmal in den zweiJahren seiner Dauer nur wenige sich beschweren, bis auf