Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
Entstehung
Seite
466
Einzelbild herunterladen
 

munter, auch gab es keine Krankheiten darunter, da siesietS gut quartiert und kractirt wurde.

Der Admiral sah, als ein sehr erfahrner Geschäfts-mann, wohl ein, daß man trotz den eingcleitetcn Un-terhandlungen 4°) schwerlich einen guten Frieden erhal-ten würden, wenn man nicht wieder gegen Paris an-rückte. Da er nun noch überdieß wußte, daß er jenseitsder Loire Erleichterung und Begünstigung hoffen dürfte,beschleunigte er seinen Marsch. Allein die Schwierig-keit, die Cevennen und Vivarez zu paffiren, verursachteeinige Zögerung, noch mehr aber seine Krankheit dieihn zu St. Etienne de Foret befiel und beinahe hinge-rafft hätte.

Dieser Todesfall würde, wenn er erfolgt wäre,wahrscheinlich die sage der Dinge ganz verändert ha-ben; denn schwerlich hatte sein wichtiger Posten sichwürdig wieder ausfüllen kaffen. Der Graf Ludwigwar zwar ein braver Feldherr, und stand auch alssolcher bei den Franzosen in Achtung; dennoch aberhakte er noch nicht das Ansehen des Admirals noch des-sen Erfahrung sich erworben. Ich weiß daher in derThat nicht, ob man nach diesem Verlust das Werkfortgesetzt haben würbe, oder nicht.

Endlich verlieh aber doch Gott ihm wieder Gene-sung zur großen Freude aller, und dann setzte die Ar-mee ihren Marsch so leicht und munter fort, daß siein kurzem bei Rene' le Duc, in Bvurgvgne, eintraf.

Hier wäre bald eine terrible Friedenssentenz er-folgt, die jedoch zu dessen Beförderung sehr ersprieß-lich ausschlug. Der Marschall von Coffe', Befehlsha-ber der königlichen Armee, hatte ausdrückliche Ordrevom Hof, das Vordringen der Prinzen gegen Parisauf alle Weise zu verhindern, und eine Schlacht zu