Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
Entstehung
Seite
465
Einzelbild herunterladen
 

46;

im Reich, und zahlt eine Menge gelehrter Männer un-ter seinen Mitgliedern; nur sollte er etwas mehrSanft-muth und Gelindigkeit beweisen.

Der Marschall Damville befand sich damals mitguten Truppen in dieser Stadt, und wurde von Ver-laumdern beschuldigt, er unterhalte ein Vcrständniß mirseinein Vetter, dem Admiral. Und doch setzte auf demganzen Zug niemand der Armee der Prinzen heftiger zu,als er, der ihnen vier bis fünf Cavalleriecompagnienzusammenhieb. Es ist ganz zuverlaßig, daß dieß Gerüchtfalsch war, trotz dem, was sich nachher doch noch zulrug.

Die Armee drang bis in Roussillon ein, wo manplünderte, unerachkek diese Grafschaft spanisch ist. Vonhier aus durchzog sie Langued'oc, und als sie an disRhone kam, sechs der Graf Ludwig mit einem Theilder Truppen darüber, um einige Platze anzugreifen.Allein die Haupkabsicht der Generale dabei war, In-fanterie aus Dauphine' zu ihrer Verstärkung an sich zuziehen, wie sic auch aus Languedoc und Gafcogne imSinn gehabt hatten, was aber nicht wohl angehenwollte. Denn wenn die Soldaten davon hörten, daßes nach Paris und ins Herz von Frankreich gehen sollte,so sielen ihnen die Drangsale dabei ein, die sie und ihregebliebenen Cameraden vorigen Winter dort erduldethatten, und dies flbhen sie dann wie einen Abgrund,und wollten tausendmal lieber in ihrer Heimath fechten.

Man brachte indessen doch über dreitausend Schü-tzen zusammen, die muchvol! cmschlosten waren, sichüberall hin führen zu lasten. Sie thcilten sich in Re-gimenter ab, waren aber alle beritten. Dieß geschahnorhgedrungen, wegen der Länge des MarschS und derStrenge des Winkers; und wenn gbich dadurch einige-mal Aufenthalt verursacht wurde, so hatte man doch imGanzen Nutzen davon. Denn bei vorfallenden Gele-genheiten hatte man siine Infanterie immer frisch undN.Lenkwürv'AXilI.S. Gg mun-