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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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463
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Sie hatten viel ausznffchcn, bis sie nach Gascdgnekamen, wosie eine Verstärkung von Schützen, die ih>nen so nöthig waren, an sich zogen. Sie bedurftenihrer vorzüglich um die Cavallerie gegen nächtliche Ueber»falle zu sichern, die hier bei der Menge naheliegenderStädte und Schlösser so gewöhnlich sind. Man mischtesie unter die Reuterfahnen, und andre französische Trup-pen, daß sie sowohl im ebenen als im gebürgigen Landestets zur Gegenwehr gefaßt waren.

Läßt man einem großen General Zeit, zu bemerk»stelligen, was sein Geist ersann, so heilt er nicht nurDie alten Wunden wieder zu, sondern stellt auch m denerschlafften Theilen Kraft und Leben wieder her. Dar.um muß man ihn davon abzuhalten suchen, und ihmimmer sonst zu schaffen machen, um ihn an der Ausfüh-rung seiner Entwürfe zu hindern.

Der längste Aufenthalt dieser halben Armes warin der Gegend von Agen und Montauban, wo sie bei-nahe den ganzen Winker zubrachte, und so gut gehaltenwurde, daß die Leute gleichsam wie neugeschaffen wur-den. KriegSbefehlshabcr sollten dreß wohl beherzigen,und es nicht machen wie Feldbauern, die ihr Feld nichtruhen laffen, bis es dadurch so ausgesogen wirb, Daßes nichts weiter her zu geben vermag. Denn wennsie, bloß auf Vermehrung ihres Ruhms erpicht, ihreLeute stets strapaziren, ohne ihnen dazwischen wiederRast und Erholung zu gönnen, so können sie endlichnicht mehr. Ist schon ein bloßer Wind und MvndthaUim Stand, Steins auszunutzen, wie vielmehr werbengebrechliche Menschenkörper durch solche anhaltende An-strengungen abgeMiht werden, und endlich erliegen.Das beste ist, man nimmt die schöne Jahrszeik undWitterung wohl mit und rührt sich fleißig, rmv genießtdann in. der schlechten wieder Ruhe und Erholung, wenn