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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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In der Absicht, St. Jean Furcht einzujagen, ernte-ten sie sogleich eine Batterie mit sieben oder acht Stücken,wozu sie ihre Munition verbrauchten, ohne eine brauch-bare Bresche zu machen. Wahrend sie nun stille lie-gen mußten, bis frische kam, machten die Belagertensich wieder frischen Mukh und frische Walle. So ver-liefen zween Monate darüber, und erst, nachdem sie, be-sonders durch den strengen Winterfrost eine Menge Leuteeingebüßt hakten, ergab endlich die Stadt, die sie inacht Tagen zu erstürmen gehofft hacken, sich auf Capi-tulakion. Der Widerstand, den dieser Platz leistete,half den Angelegenheiten der Protestanten wieder auf,welcher wichtige Dienst dem Herrn de Pilleö zu großemRuhm gereichte.

Der Admiral sagte mir einst, wenn man den> Prinzen und ihm, auf dem Marsch mit den Ueberbleib-

i sein ihrer Armee nach Gascogne, ernstlich nachgesetzt

^ hätte, wären sie ihrem Untergang nahe gebracht worden,indem besonders bei ihrem Zug durch Perigord und an-dre schwierige Distnkce dir Bauern und kleinen Besa-tzungen ihnen großen Sckaden gerhan hätten, weil sienichts als Cavallerie hatten, die sehr abgemattet undmuthloS war. Die Zeit aber, die man ihnen ließ, sichzu erfrischen, mit Infanterie zu verstärken, und in demguten Lande, wohin sie kamen Beute zu machen, habebei allen Mukh und Hoffnung wieder hergestellt. Sohalf also St. Jean einigermaßen die Trümmer auszu-bcffern, welche Portiers und Montcontour verursachthatten.

Es ist nichts ungewöhnliches, daß Leute, derenUntergang man für unvermeidlich hielt, unvermutheteine Unterstützung finden, die ihnen wieder anfhilft;eine Erfahrung, die den Sieger Mäßigung, den Be-siegten Hoffen lehren mag, daß auch in der schlimmsten