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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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Lor

und Heß seinem König nicht daß Mindeste vergeben. Crzeigte auch seinen Nachfolgern hierin» den Weg, z. B.dem Herrn von Tournon, einem braven tapfer» Herr»,der mir feinem Degen sich brav in Ansehen zu sehen wuß-te; dem Herrn vonDabm *), einem wackern Cavalier,mW andern.

Ich hörte daher die Königinn hoch betheuern, siewürde nie wieder einen Gelehrten als Gesandten schicken,>wenn ste es vermeiden könnte, besonders nach Rom; denndiese waren auf diesem Posten nur darauf bedacht, ihre eig-nen Sachen gut zu machen, und gewohnt, sich, um einefette Pfründe oder den rothen Huk zu verdienen, demPapst und den Cardinälen so gefällig zu erzeigen, daßdie Angelegenheiten des Königs gar sehr darunter litten.

Dies war alles recht gut, wenn ste nur auch ihrenSchwur gehalten hätte. Es währte aber nicht lange,so wurde der Herr von Foir, Erzbischof von Thoulouse,dahin geschickt, der ganz säuberlich seine Bestätigung inseinem Erzbisrhum zu erhalten und auszuwürken wußte,die der Papst ihm zuvor versagt hatte, weil ec des Cal»vinismuS verdächtig war. Auch das Versprechen einesrothen Huts erhielt er.

Als das Concilium zu Trient stch versammelte,schickten der König und die Königinn den Herrn von Lamsac dahin, wiewohl man erst willens war, einen Präla-ten als Gesandten zu schicken, besonders bei einer so hei-ligen Gesandschaft: allein weder die Königinn noch derHerzog von Guise wollten das Letztere haben.> Ihmdie Stange zu halten, schickte daraus der König von Spa-nien den Marquis von Pescara hin. Es war dabei star-ker Streit wieder über den Rang, wobei denn die Erst-geburt

*) Louis Chataignet de la Roche-Pasay, Herr von Abin.