Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
Entstehung
Seite
193
Einzelbild herunterladen
 

Hervorth aken, die ünfiengen, sehr über die Adelichen zuschreien, welche Kirchengüter besaßen. Sie sagten, die-sen komme drcß keineswegs zu, sondern den Geistlichen,und es fty ein grober Jrrthum Und Verstoß , ja eS be-laste das Gewissen des Königs.

Würklich ließ sich auch dieser große König Hein-rich III., der gegen das Ende seiner Tage den Ceremo-tiicn zu sehr anhieng, von diesem Glauben eimichincn,mehr durch Gründe gelehrter Leute in Furch: gejagt, alsaus eigner Anregung.

Es ließe sich noch hören, wenn die Adelichen der-gleichen Kirchcngütcr völlig und als wirkliches Eigen-chmu inne hätten und genössen. Allein so, was schadeteS denn diesen Herrn Haberecht, wenn nach Ernennungund Verleihung unscrs Königs und unter Provision desheil. Vaters für einen Geistlichen, einen wackern Commen»dararius, dicAdclichen den Uebcrschuß genießen? Wenntiach der Erhaltung des Abts, der Religiösen, der Armen,der Zehnten und anderer Abgaben an den König, noch einklemec lchberrest für ihn bleibt, um seinem König desto bes-ser dafür zu dienern Eine Kleinigkeit, wahre Brosamen,die von des Herrn (des Königs) Tische fallen, ja, wasNoch mehr ist, von dem Tisch der Vorfahren, Großvä-ter, Urgroßväter und andrer Ahnen dieser Edclleuke, alswelche waiiand vom frommen Religionseifcr getrieben,Und auS christlicher Liebe sich entblöstcn, beraubten,verarmte», um die Kirchen zu kleiden und zu bereichern,Q wie viele gute große Häuser kenne ich ln Frankreichund m unftrm Gupenne, die durch vergleichen Geschen-ke an Kirchen zurückgekommcn sind!

Ich will nur Eins anführeu, das lrnsrrge, vonBourdcille, das durch dergleichen Freigebigkeiten seinN. iDenkwtzrdigk. Xlib N Vermö-