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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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eingeschlichen hatten, theils der Wunsch des Königs,«ine neue Quelle zu Belohnungen für seinen Adel zu er»öffnen, wozu die Einkünfte von dem Kronguk und denSteuern nicht zureichen wollten, weil sie ganz für dieschweren Kriegskosten aufgicngen. Er hielt dafür,es sey doch allemal besser gethan, Männer, die ihm gutgedient hatten, mit einträglichen Kirchengütern zu beloh.nen, als diese faulen Mönchen zu überlassen, Leuten,sagte er, die zu nichts taugten, als trinken, essen, ze.chen, spielen, höchstens noch Darmsaiten zu drehenMäusefallen zu machen, und Vögel zu fangen.

Ueberdieß verdroß ihn auch vorzüglich noch dies,daß der Papst mit dem Seinigen schaltete, als wäre erwahrer Eigenthümer davon, was Er ihm nicht langergestatten wollte, besonders da rechtschaffene Patrioten,denen die Erhaltung der Rechte der Krone am Herzenlag, wie die geschickten braven Herrn vom Parlement,versicherten, daß die Könige die Temporalicn der Kircheohne eine besondre Bewilligung des Papsts verkaufen,anwenden und anweisen könnten, wo es zum Vesten ih»rcs Reichs erforderlich sey. Dieß wußte auch der großeKanzler l'Hopital dem König Karl und dessen Staats«rakh recht gut vorzustellen, als das Kirchengut zum Theilveräußert werden sollte; andre hinkerkrieben dieß aberund bedienten sich der Autorität des Papsts.

Auch der heilige Ambrosius soll dieser Meinung ge-wesen seyn, wie ich von einem großen Mann mir sagenließ. Ich lasse dieß indessen dahingestellt seyn, da ichnicht genug theologische Gelehrsamkeit besitze, um es zubehaupten.

Anmerkcn muß ich aber hiebei, daß seit einigerZeit, besonders seit der Stiftung der Ligue, sich gewissegewissenhafte Leute, oder eigentlich pfiffige Schmeichler

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