eine Tochter des Grasen von Qrval, ans dem Hause Al-bret, zur Gemahlin«, eine sehr reiche Parthie.
Der Herr von Lescun verdarb alles in Italien.Der König hatte ihm ausdrücklich befohlen, nichts ge-gen die Kinder des Papsts zu unternehmen; dennochgriff er sehr unüberlegt Reggio an, wo er auch sonst nochden unbesonnenen Screich machte > sich zwischen beidenTborcn in Unterhandlung cinrulaffen, während seine Leu-te von der andern Seid, auf seinen geheimen Befehlstürmten. Wäre Gm Rangone, mit dem er unterhan-delte, eben so unbesonnen und streng gewesen als er, sohätte er ihn fesigcnommen, und ihn seine tolle Hinterlisttheuce genug bezahlen lasten. — Er brachte überhaupthierdurch den Papst Leo sehr in Harnisch, und gab ihmdie Gelegenheit an die Hand, die er eben suchte, denKrieg unter einem scheinbaren Vorwand zu erklären, undfür einen Feind, den der König zuvor hatte, bekam ernun auch noch den zweiten auf den Hals.
Der König warf ihm auch dieß sehr bitter und un-willig vor, als er nachher mit der Post nach Hof kam,und um Hülse schrie. Dabei warfEr ihm auch noch sei-ne Habsucht und Grausamkeit vor, daß er dem Herrnvon Paivvisicn, einen braven fünf und siebenzigjähriqcnGreis, hatte den Kopf abschlagen lasten, um nur dessenconfiscirte Gäter zu bekommen. Durch VermittlungJohanns von Mediciö und aus Fürbitte der Frau vonEhateaubriant, seiner Schwester, nahm ihn der Königdoch wieder zu Gnaden an.
Was den Herrn von Lautrer betrifft, !so war ergar nicht frei von Fehlern, und zwar sehr groben, wie
ich