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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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wie ich ihn nachher selbst gesehen habe. Sie hatten csaber auch nicht länger anShallen könne« / und der Ent-faß durch Herrn von la Palisse kam noch recht zurhöchsten Zeit.

Nach dieser Belagerung bekam der Herr Lude Ur-laub/ dem König aufzuwarken, der ihn sehr gnädigund ehrenvoll cmpficng/ und alsdann zu seiner Erholungnach Haus zu reisen. Unterdessen übertrug er dasCommando in seiner Festung dem Capitain Franget,der ehmals unter dem Marschall von Chatillon Lieute-nant gewesen war. Dieser wurde einige Zeit daraufbelagert; statt aber sich nach dem Beispiel seines Vor-gängers murhig zu vertheidigen, übergab er den Platzschnell und ohne Noch in Zeit von acht Tagen, was na-türlich durch Contrast den Ruhm des Herrn Lude nocherhöhte. Der Capitain Franget hatte übrigens zu sei-ner Zeit in dem Ruf eines der tapfersten muthvollstsnKrieger gestanden, allein hier war es ein großes Un-glück für ihn, daß er sein Herz auf Einmal vrrlohr.

Es geht bisweilen manchen sonst tapfern Männernso; daher sie sich Gott besonders in ihrem Gebet em-pfehlen sollten, daß er ihnen Much und Verstand nicht .!nehmen möchte. Ueberhaupt habe ich in dieser Rück-sicht von großen Generalen sagen hören, daß niemandfleißiger beten sollte, als Knegsleuke.

König Franz wurde so aufgebracht darüber, daßer Franget den Kopf abscklagen lassen wollte, und dabeisagte, nichts spreche ihm sein Urkheil einleuchtender, alsdie inuthvolle brave Vertheidiguna dieses Platzes durchHerrn von Lude. Der König schenkte ihm jedoch dasLeben, ließ ihm aber den Degen zerbrechen. Eine

Strafe