ZI.
Diese Bemerkung war in der That sehr gegründet.Können wir diesem unglücklichen Fürsten auch unfern BeisollNicht schenken, noch in die Lobeserhebungen mit einstimmen,die sein höfischer Biograph ihm zollt, so laßt uns doch wenig-stens ihm die Billigkeit nicht verweigern, die schonseine Zeitgenossen ihm wiedersahren ließen, seine Miß-tritte mit seiner Erziehung und den Umstanden zu entschul-digen , unter denen er handelte. Selbst bei den empörendstenGreueln, die seinen Nahmen in den Annalen der Menschheitmit Blut zeichnen, war er blos das Werkzeug fremder Bos-heit und teuflischer Ränke. Wie hatte ein so junger Fürst denInsinuationen eines Bösewichts, wie Perron, noch dazu mitseiner eignen Mutter im Bunde, zu widerstehen, wie hätteer das höllische Gewebe zu durchschauen vermocht, mit demsie seine junge Seele umstrickten, und ihn unvermerkt zu al-len de» empörenden Schritten hinzogen, die sein Andenkenbrandmarken, die er aber zu seiner Seibsrerhaltung für un-umgänglich nöthig hielt?