Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

K

ZI2

So wuchs zu Angouleme ein Einschlag auf ihn ge-macht, und so gut als je einer, eingelerret; und dochkam nichts zu Stand, weil die Vollstrecke- , statt ihm selbstzu Leibe zu gehen , sich mir Plünderung seiner Effectenaufhiekcen. Er blieb zween Tage und zwei Nachte imSästosi belagert, so daß er und seine Leute nichr einmalWasser zum Trinken hatten, und einige von ihnen so-gar ihr eignes Wasser wieder tranken. Sie würden da-her alle haben verdursten müssen, wenn nicht die Belagererselbst zu capttuliren cmgefangcn hätten, um Abolition überdiesen Schritt zu erhalten, der ihnen aber nachher nochhäßlich vergolten wurde ^).

S-

Als er einige Zeit darauf, auf der Rückreise ausseinem Gouvernement Boulogne, gegen Momreuilzog, schlug er die Garnison von Cheval und nahm denGouverneur nebst vielen andern Adelichen gefangen.Als er damit durch Corbie kam, wo gerade auch derHerzog von Longuevllle, Lieutenant - General des Kö-nigs in der ganzen Picardie, logierte, ermangelte derHerzog von Epernon, aus würklicher oder verstellterUnwissenheit, ihm nach Kriegsmanier seine Gefangenenzu präsentiren. Aufgebracht hierüber als ein Herr

von Ehre und Verdienst, ließ der Herzog sie ihm nochdenselben Abend abfordern. Da nun Epernon sie ihmverweigerte, ließ der Herzog von Longueville alle seineLeute unters Gewehr treten und ausrücken, und dieWohnung des Herzogs von Epernon ringsherum mitausgestellten Posten und Barrikaden emschließen, wor-über dieser, wie er selbst nachher seinen Freunden sagte,nickt wenig in Angst gcseht wurde, und glaubte, erwerde diesmal nicht mit dem Leben davon kommen.

l'.E '

Endlich aber begnügte doch der Herzog von Longue-ville, rin sanfter höflicher Herr, sich mit einer anständi-gen