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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
311
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Ein andres schönes Werk von ihm ist jene Cita-delle, oder vielmehr Forkereffe oder Blockhaus beiAix. Als er nämlich sah, daß er die Stadt nicht an-ders bezwingen könnte, weil er zur Belagerung eine-so gut und vortrefflich besetzten Platzes nicht Leute ge-nug hatte, verfiel er darauf, eine Cüadelle dabei anzu-legen, um ihnen auf dem Nacken zu sitzen, sie auszu-hungern , und so zur Uebergabe zu zwingen. Würklichbrachte er auch, trotz den schönen Ausfällen, mit denensie täglich seine Leute beunruhigten, das bewunderns-würdige Werk glücklich zu Stand, wiewohl er selbst aufeine merkwürdige Art schwer dabei verwundet wurde.

Er machte diese Fortcreffe in kurzem ganz unbezwing-bar, und richtete sie so gut ein, daß über zwölfhundertMann Cavallerie sowohl als Infanterie darin liegenkonnten, die gewöhnlich denen von Aix so warm mach-ten, daß die Stadt sein war, wenn nicht die Empörungin Provence sowohl von Seiten des Adels als des Volksausgebrochen wäre '^), und die Stadt endlich sich demKönig wieder unterworfen hätte, worauf sie den Herrnvon LeSdiguieres, einen der größten Generals seiner Zeitzu Hülfe riefen, der allein es wagen durfte, sich einemFeldherrn, wie der Herzog von Epernon entgegen zustellen , was er auch mit Erfolg that

In Rücksicht auf die vielen Gefahren, denen erso glücklich entgieng,sind Viele der Meinung, er sieheunter dem Schutz einer Fee, oder habe einen Dämon,oder Spiritus FamiliariS, der ihn warne. Denn daer in Frankreich so sehr gehaßt wurde, als wohl nochnie ein GünstlinH, so bot die Hinterlist Verschwörunggen, Auflaurer, Gift und Dolch gegen ihü auf, aberbis izt noch stets vergeblich.

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