Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
301
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Dieser nahm auch sonst noch verschiedene Verbesse-rungen mit der Bewaffnung seiner Leute vor, war auchder erste, der die Muskete einführte, und zwar auf einesehr leichte Art. Denn Anfangs wollte kein Soldatsich damit belasten; um sie aber nach und nach dahin zubringen, ließ er selbst bei der Belagerung von la Ro,chelle stets eine durch einen Pagen oder Bedienten sichnachtragen, und wenn er einen guten Schuß anzubrin-gen sah, schoß er. So sah ich nebst vielen andern,wie er einst auf fünfhundert Schritte ein Pferd nieder-schoß; der Reiter kam aber noch davon. Nachher be-redete er einige seiner OfficierS, welche zu tragen.

Mir hatte er auch eine gegeben, die ich noch ihmzu Ehren aufhebe. Wenn der brave Herzog von Gussenoch am Leben wäre, könnte er wohl auch davon sagen.Denn als wir eines Tags in der Tranchee vor dem altenGemäuer standen, kam er just dazu, wie wir darausschvffen, und bat mich, ihm die meinige zu geben,(denn er liebte mich sehr) um es doch auch zu probi-ren. Er schoß zwei oder dreimal daraus, und fandgroßes Vergnügen daran. Nachher sagte er öfters zumir, ich sei der erste und die Veranlassung gewesen, daßer aus einer Muskete geschossen habe.

Doch er war noch nicht der einzige; sondern wennunser iziger König sich des Königs von Navarra bei je-ner Belagerung zu erinnern geruhen will, sowird er sagen, daß er die erste Luntenbüchse, auSder er je schoß, aus meiner Hand empfieng. Ichkann mich dessen als einer wahrhaften Geschichte rüh-men; es war eine sehr leichte sanfte mailändischeBüchse, kalt vergoldet, die der Herr von Strozzy mirbei unsrer Einschiffung zu Brouage gab. Ich sah ihn(den König) sehr oft und mit schönem Anstand darausschießen.