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seiner Gefangenschaft auf dem Schlosse zu Mailandkam, wo er viel von den Spaniern profitier hatte.Denn dies muß jeder sagen, wer es gesehen hat, daßunsre Schüßen ehmalS lange nicht so gut mit dem Ge-wehr vershen waren, als iezt. Er brachte etwadreihundert Büchsen und eben so viele Tornister mit ausMailand, und führte sie nach und nach bei unfern Leu-ten ein, wiewohl es etwas langsam damit gieng, weilder Gewehrhandel im Mailändischen, wo die besten verfer-tigt wurden, verbuken war. Daher in den ersten Krie-gen die neuen Compagnien anfangs auch schlecht bewaff-net waren, und ein Capitain von Glück zu sagen hatte,unter dessen Leuten zwanzig bis dreißig MailändischeGewehre zu finden waren. Der Herr von Guise sorgteaber nach und nach dafür.
Der Herr von Strozzy nun, der von seiner Ju-gend o«z viel auf die Büchsen gehalten hatte, besondersauf mallandisches Gewehr, gab sich, als er beim Aus-bruch des Kriegs seine eigne Compagnie bekam, sehrviele Mühe, welche zu bekommen, und bekam auchziemlich viele; wenigstens war doch die Hälfte seinerCompagnie damit versehen, und wurde darum hoch ge-halten, und von dem Herrn von Guise sehr gern ge-sehen und gelobt.
Nachher als er an CharryS Stelle kam, ließ er essich noch mehr angelegen seyn, und bat, ja nöthigtealle Ossiciers, mailandische Waffen bei ihren Leuteneinzuführen, zu welchem.Ende er sogar einen reichenKaufmann, Negrot, nach Paris kommen und sich eta-bliren ließ, um damit zu handeln. Er ließ erst welcheauf das Wort des Herrn von Strozzy kommen, undsetzte dann diesen vortheilhaft gefundenen Handel fort,so daß er in fünfzehn bis sechzehn Jahren wenigstensseine ftmfzigtauscnd Thaler damit gewann.