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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
207
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Der verstorbene Vizdom von Chartres hatte sichebenfalls in diesem dreifachen Dienst nichts weniger alsgeschont/ besonders bei der Belagerung und dem Sturmauf Conis unter dem Herrn von Brijsac. Beide Ge-nerals sahen und hörten mehr Kugeln um sich sausen, alsder Himmel im Marz, beim Abschied des Winters, Ha-gelkörner wirft, und dennoch waren ihre Tvdeswundenihre ersten.

Unser hochseeliger König Heinrich trug nie, we-der in Feldschlachten noch bei Belagerungen, eineWunde davon, und schonte sich doch so wenig, alsder Geringsten einer.

Um auf geringere zu kommen, so war der ver-storbene Herr von Gouas, ebenfalls ein sehr braverSoldat und Officier, und zu seiner Zeit ein großerWagehals. Nie aber bekam er eine Wunde, bis ecvor la Rochelle einen unbedeutenden Schuß ins Beinbekam, woran er aber dennoch sterben mußte.

Wer den Capitain Mons, der Einäugige genannt,kannte '*), der wird nicht anders sagen können, alsdaß er einer der kühnsten muthigsten Streiter in ganzFrankreich war, den Pulverdampf für sein Leben gernroch, und ungewapner im bloßen Collet darauf aus-gieng. Nie aber wagte sich eine Kugel an ihn, umihn zu verwunden. Endlich aber als sein Stündleingekommen war, wurde er in dem kleinen Scharmützel,noch vor dem Gemäuer an dem von den Hofleuten so-genannten Löwengraben verwundet (ich zugleich mitihm,) und starb vier Tage darauf, als verdienter Lieute-nant einer der Leibcompagnieen (Lolonallss) des Herrnvon Strozzy.

Wäre der Herzog von Guise nicht zur Stelle ge-wesen, so würde bei dieser Gelegenheit eine ziemliche

Ver»