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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
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ist daS TodeSloos einmal noch nicht geworfen, sokann man nicht umkommen. Ja manche leben langewider ihren Willen.

An dem Tag, da bei der Ankunft unsrer Schweizeralles lief und rennte, um sie in unser Lager einrücken zusehen, als hätte man noch nie Schweizer zu sehen be-kommen, ersahen die von uns belagerten Rochellerdiesen günstigen Zeitpunkt, machten einen Ausfall, haus-ten beinahe eine ganze Stunde wüst und übel in unfernTrancheen, und nahmen sechs von unfern Fahnen mit,die sie auf ihre Wälle pflanzten , und uns zum Trotzvor unfern Augen flattern ließen. Allein am andernTag, wo wieder an einem Vergleich unterhandelt wur-de, und also Waffenstillstand war, gieng ich hinein,redete ihnen zu, diese Fahnen wegzuthun, und stellteihnen dabei vor, es diente zu nichts, als den Prinzenzu beleidigen und beiderseits Erbitterung zu erregen, daman doch izt bereits auf dem Wege zur Versöhnungsei. Sie folgten mir, und nahmen die Fahnenwieder weg.

Bei dieser Affaire sah ich zween OfficierS, denender Herr von Strozzy einen Verweis gab, daß fle beideihre Schuldigkeit njcht gehörig gethan, und ihre bisdahin vorwurfsfreie Ehre nicht nach Pflicht bewahrthätten.

Sie entschuldigten sich so gut sie konnten, (ichbefand mich in der Gesellschaft deS Herrn vonStrozzy) und versprachen, bei der ersten Gelegenheitdie Scharte wieder auSzuwehen, oder in den nächstenvier ober fünf Tagen eines ehrenvollen TodeS zu sterben.

Die Gelegenheit fand sich bald. Es sollte aufdie Bastei, das heilige Evangelium, ein kleiner Sturmunternommen werden. Beide gierigen muthvoll und

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