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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
204
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Graubär?« worden, die ihr ganzes Leben durch die Pikegeführt hatten.

Ich führe hier zum Beispiel nur den alten Kriegs-'knecht und kapfern Ebenteurer de LorgeS an, der seinerZeit so viele Proben von Tapferkeit ablegte, und dabeidoch seine achtzig Jahre alt wurde. Ferner den tapfernrühmlich ausgezeichneten Herrn von Monkluc, der inseinem achtundskebcnzigsten Jahre starb; und den wa»ckern Mann, Herrn von Jour '?), Colonel derLegio-naires von Champagne, der in den italienischen Krie-gen und anderwärts rühmlichst diente, und in einemAlter von beinahe achtzig Jahren starb, wobei er noch somunter und wohlauf war, als einer von Vierzigen. So sahich ihn kurz vor seinem Ende noch so artig und nett sichkleiden, als irgend ein junger Hofcavalier. Er hatteimmer Hut und Mühe voll schöner schwanker Federn;das sagte der wackre Greis mahne ihn noch soan seine Jugendzeit, da er Italien durchstreifte. Ertrat zur kalvinjschen Religion über, wollte aber dennochin den ersten Kriegen dem Könige dienen. Ich weißwohl, was Schuld daran war, daß der König seineDienste nicht annahm.

Diesen drei Kriegshelden nun konnte man doch inder That keineswegs vorwerfen, daß sie, so alt sieauch wurden, in ihrem ganzen Leben nicht große Ge-fahren und Wagestücke emsig gesucht hätten. Alleinihr Ständlein war noch nicht kommen!

So habe ich auch viele alte gebrechliche spanischeOfsiciers gesehen und gekannt, wie z. B. Pedro dePax, Mondragone, Juliano Romero und andre, diesich in Gefahren eben sowenig schonten, als andre.Man mag so sehr und oft man will sich in Gefahrenstürzen, unter Kugelregen und Säbelhiebe rennen: