Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
190
Einzelbild herunterladen
 

denh-iaren und starren Backenbärten, -um die durchUnstern vcrlohrnen Ohren zu bedecken, zum Theil auchum gegen die Feinde ein desto fürchkcrlichereS Ansehenzu bekommen, wie ehmals die Engländer, die sich ausgleicher Absicht das Gesicht beschmierten, wie nochjztunsre teukschen Söldner thun.

Allein die Welt ist kein Kind mehr! maU fürchtetstch nicht mehr vor solchen grimmigen Fratzen Und Wehr,wolfphisionvmien, wie wir ein Beispiel davon in einemkleinen Spanischen Buche über die mailandischcn Kriegeunter Ludwig XIl. von einem Schweizerh^.uptmann le.sen, Rahmens Toquenet. (Der gleiches Rahmens,den wir in Frankreich sehr beliebt Und als Hauptmannder Schweizergarde sahen, war wohl ein Verwandtervon ihm.)

Jener ToHuenek gierig stets von der Ferse bis zumScheitel in Bärenfell, ganz zotigt, mit langen strup-pigem Haar Und Bart, so daß wer ihn sah, ihn für ei-nen wilden Teufel halten konnte, denn es war dabeiein langer vierschrötiger Bursche. So machte eralso Furcht ,, s lor vckstciz cjue io miravsri, ma no a,,!ös läererminsclos sagt das spanische Buch.

Män bemerke hiebei gelegentlich die närrischen GrillenUnsrer ehmaligen Krieger.

Als der König Ludwig den Thron bestiegen hatte,Und Mailand, düs ihm gehörte, so wie auch das Kosuigreich Neapel, wieder haben wollte, führte er zu de-ren Eroberung und Behauptung anhaltende tapfre Krie-ge sowohl gegen Italiener, als Spanier. Da ficngdenn unsre französische Infanterie an, sich etwas besserzu bilden; nur wollte es mit den Büchsen noch nicht sorecht sott, an die sie sich nicht wohl gewöhnen konnten.Die Armbrüste lagen ihnen zu sehr am Herzen, mit de-

nen