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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
189
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Nähme für unsre Infanteristen, der auf manche itzige«Zeit sehr gut und bester paßte, als der von Kriegern.

Alle diese Benennungen nun verlohren sich nach-her, und machten dem Nahmen Soldat von Sold,Löhnung, Platz. Die Spanier und Italiener brachtensie auf und in Gang, wiewohl die Italiener dafür auchnoch das Wort kancallm» haben. Der Spanier abersagt immer solciaäoz, der schönste Name, den man In-fanteristen beilegen kann, und gegen den die lateinische«Benennungen militss und poäirc« immer albern undelend klingen. Ehmalö hatte der Spanier auch nochdie Benennung peones ^), gleichbedeutend mit un-serm pieronx.

Die Officiers, die sie kommandirtm, hießen sonstblos czpirnincs schlechtweg, denn die Titel colollüi undmcürc äs camp waren damals in Frankreich noch nichtbekannt. Unter Ludwig XI. war der oberste Befehlsha-ber über die Infanterie der Capitain Floquet, der inder Schlacht bei Montlechery blieb, und als ein hochgeschätzter Wann sehr bedauert wurde.

Paul Iovius beschreibt die Armee Karls VIII. zuRom, die nach seiner Beschreibung an Waffen, Ansehn,Aufzug und Kleidung die prächtigste und furioseste undganz erstaunenswürdig anzusehen war, sowohl an Fran-zosen als Teutschen und Schweizern; dabei finden wieaber dennoch weder bei ihm noch anderswo ausgezeichnet,welcher Franzose das oberste Kommando über die fran-zösische Infanterie geführt habe. Es ist daher zu vec-rnuthen , daß sie blos ihre Capikains hatte, deren jedersein Fähnlein kommandiere, unter das sich die wackernLeute versammelten, meist Lumpen- und Räuber-Gesin-del, dem 'Strang entlaufen, oft auch auf der Schultermit der Lilie gezeichnet, oder mit langen koupirlen Sei-ten haa-