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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
158
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Kömginn, daß ihr geliebter Sohn, Monsieur, Lieute-nant-General scyn sollte, was den König noch mehrverdroß, welcher sagte, er sey so fähig und noch fähi-ger als sein Bruder, und alter, um seine Armee selbstzu kommandiren; er brauche keinen Stellvertreter dabei,da er es wohl .selbst thun könne.

Als die Königin« ihn mit nach Metz nahm, umdas Vorhaben des Herzogs von Zweibrücken, in Frank-reich cinzubrechcn, zu hinterkrciben, wollte er die Ar-mee, welche die Herzoge von Nemours und Aumalc an-führten, selbst kommandiren; die Kömginn aber gestat-tete es ihm abermals nicht. Als hierauf die Feindedennoch hereinbrachcn, sagte er: sic hätten nicht herein-kommen sollen, wenn er dort gewesen wäre, solange ersich noch hätte rühren können. Sein Leben sey fürFrankreich nicht kostbarer, als das seines Bruders; undwenn er das seinige auch vcrlohren hätte, so wäre seinBruder noch da gewesen, um seinen Platz einzuneh-men, Vas Reich wäre also nicht ohne König gewesen.Sein Leben sey nicht von so großer Wichtigkeit, daß esso sorgfältig im Koffer verwahrt werden müßte, wie dieKrön-Kleinodien»

Nach den Schlachten bei Jarnae und Monrcvnkoueüberreichte ihm der Dichter Dorat einige zu seinem Lobgemachte Verse. "Ha! sagte er, schreibt nur nichts,, wieder für mich; denn es sind doch nur lauter Schmer«chcicien und Lügen von mir, da ich noch keinen Stoffzu Lobgedichten g» liefert habe; spart alle diese schönenSachen, ihr Poeten allzumal, für meinen Bruder,der euch tagtäglich Stoff in Menge liefert."

Ec bewies hierdurch Bedauern über seine eigneLage, und eine geheime Eifersucht auf seinen Bruder,von dem er oft sagte, die Kömginn liebe ihn mehr als

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