Kriegen beschäftigten und Hinhalten, ihrer Tapferkeitund Einsichten hatten eine Richtung auf diesen andernedlen, Zweck geben wollen, so würden vielleicht die HerrnAstrologen wahr gesprochen, und jene Generals eben sogut als sie Frankreich verheerten, fremde Provinzen zit-tern gemacht haben.
Er selbst war so muthvoll, feurig und kühn, daßwenn die Königin,!, seine Mutter, die er sehr fürchte«te und ehrte, ihn in seinen jüngern Jahren, als derbürgerliche Krieg gegen ihn auSbrach, nicht zurückgehal-ken hätte, er selbst mit zu Feld gezogen wäre, und sei»ne Armee selbst und allein kommandirt hätte. Als zuAnfang die Hugenoten überall Vorgaben, sie führtennicht mit dem König und gegen ihn Krieg, sondern blvsgegen den König von Navarra und das Triumvirat, sowurde im Conseil beschlossen, daß der König, seinerzarten Jugend unerachtek, in Person mit mürschirensollte. Er freute sich ganz außerordentlich, als er diesvernahm, und als es zur Belagerung von BsurgcS,Rouen, Havre und andrer Plähe gieng. Bei diesenGelegenheiten war er oft ganz trostlos, daß die Koni«ginn ihm nicht erlauben wollte, sich näher hin zu bege-ben; denn sie hielt ihn stets kurz.
Nach dem Tod des Herrn Connetable hielt jemandbei ihm um dessen erledigte Stelle an. Er gab aberzur Antwort, er sey stark genug, um seinen Degenselbst zu tragen, und brauche sonst niemand dazu; —weil nämlich es zu dem Amt eines Connetable gehört,bei feierlichen Aufzügen den Degen vor dem König herzu kragen.
Er irrte sich jedoch sehr in seiner Hoffnung; dennstatt daß er diese Stelle bei seinen Armeen selbst zn über-nehmen und mit zu Feld zu ziehen gedachte, wollte die
Köni-