hatte, und wenn ihm nicht, ein gewöhnliches Schicksaljunger Könige, der bürgerliche Krieg dazwischen gekom-men wäre. Er starb früh schon in dem Alter, in wel-chem der Kaiser anfieng, die Waffen zu führen, undaus Spanien hervorMretten.
Als er auf den Thron gelangte, waren mehrereAstrologische Philosophen, besonders Nostrsdamus, dieihm die Nativikät stellten, und fanden, daß er einst einsehr großer, tapfrer und beglückter Fürst werden, und«S gar zu der Größe deS großen Kaisers Karls desGroßen bringen, ja diesem an Größe, Tapferkeit, Glückund schönen Eigenschaften nichts nachgebcn würde. AuchUnsre französischen Poeten, Schmeichler von Natur, diedurch ihren Enthusiasmus die Sterngucker nachahmcnwollen, machten mehrere Gedichte auf ihn, die gedrucktherauökamcn. Dies that der Königmri Mutter gargütlich, die ihnen Glauben beimaß, und stch gar sehrdarüber freute. Alles ertönte davon, und es wurde so-gar ein eignes Buch gemacht, das von den neunKarls handelte, und das wohl noch handschriftlich«der gedruckt vorhanden seyn muß ").
Die edle Geburt und schöne Erziehung dieses Kö-nigs unter seiner königlichen Mutter, und durch denHerrn von Sipiere, der ihm stets Tapferkeit, Größeund Ehrfurcht predigte, taffen auch in der That glau-ben, daß er es hätte zur Hälfte oder doch zum drittenTheil der Größe, des Glücks und der schönen Thaccnjrn^s unserS großen Königs und Kaisers, Karls desGroßen, bringen können, wenn ihm nicht die bürgerli-chen Kriege daran gehindert hätten.
Wenn nur die großen Feldherrn, die sein hoch-feeliger Herr Vater ihm als ein sehr reiches edles Erbehinkerließ, und die stch nun mit diesen jämmerlichen
Kriegen