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Undank erfahren habe, so gut als andre. Denn ichkann mich rühmen, daß unter allen seinen Freundennicht Einer war, der ihm wahrend seiner Gefangen-schaft so gut gedient und so sehr für ihn daS Wort ge-führt und sollicicirt hatte, als ich, da hingegen selbstsein intimster Freund, der Herr von Skrozzy, nicht inAbrede scyn kann, daß er nie mit dem König oder ei-nem andern Großen seinetwegen zu sprechen wagte,wie ich»
Ueberdies wenn der Herr von la None der Wahr-heit die Ehre geben will, muß er bekennen, daß ereinst einen andern sehr wichtigen Dienst von mir erhielt.Der Spanisch« Gesandte nämlich, welcher erfahren hat-te, daß er in Kurzem nach Flandern gehen und seinemHerrn, den König von Spanien, einen Übeln Dienstthun würde, hatte beschlossen, ihn aus dem Weg zuräumen, und zu dem Ende ihm auflauern lassen, umihn zu ermorden, wenn er aus dem Louvre käme, undnach seinem Logis in der Vorstadt Saint Germain überSWasser wollte. Der Herr von la Noue bekam aber andemselben Abend noch kur; zuvor Wind davon, und wur-de dann bloS von mir und einigen meiner Leute begleitet,unerachket noch aiidre Freunde von ihm da waren, dieaber alle sich taub stellten, und nichts davon wissenwollten. Ich brachte ihn frisch und gesund nach seinemLogiS, ohne daß man eS gewagt hätte uns anzugreifen,wiewohl wir hin und wieder Bursche antrafen, die sichernicht die besten Absichten hatten.
Kurz ich glaube gewiß, daß er keinen Freund ge-funden hat, der ihm mit gleicher Treue wie ich, sowohlwährend, als außer seiner Gefangenschaft gedient undgeholfen hätte. Was war mein Dank dafür?
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